KI-generierte Bilder in Contao kennzeichnen:
das Contao AI Tag Bundle

Die Transparenzpflichten aus Artikel 50 der KI-Verordnung gelten seit dem 2. August 2026. Das Contao AI Tag Bundle brennt den Hinweis „KI-generiert" in jede Bildgröße ein, die Contao ausliefert, und protokolliert jede Kennzeichnung. Der Hinweis bleibt erhalten, wenn ein Bild heruntergeladen, geteilt oder in einen Newsletter kopiert wird.

Dasselbe Bild ohne und mit eingebrannter Kennzeichnung:
Die Schrift richtet sich nach der ausgelieferten Bildgröße und bleibt am Bildrand lesbar.

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Was ist das Contao AI Tag Bundle?

Das Contao AI Tag Bundle ist eine Erweiterung für das Content-Management-System Contao, die KI-generierte Bilder direkt in der Bilddatei kennzeichnet. Die Redaktion markiert eine Datei oder einen ganzen Ordner in der Dateiverwaltung, und Contao brennt den Hinweis anschließend beim Erzeugen jeder Bildgröße in die Pixel ein. Das Original bleibt dabei unverändert. Jede Kennzeichnung landet zusätzlich in einem Protokoll, das drei Jahre aufbewahrt wird und sich als CSV exportieren lässt.

Anlass für das Bundle ist Artikel 50 der KI-Verordnung, dessen Transparenzpflichten seit dem 2. August 2026 gelten. Ob ein einzelnes Bild kennzeichnungspflichtig ist, entscheidet weiterhin die Redaktion, wann ein KI-generiertes Bild gekennzeichnet werden muss, steht weiter unten. Das Bundle setzt diese Entscheidung technisch um, dauerhaft und in jeder Bildgröße.

Warum ein Hinweis in der Bildunterschrift nicht genügt

Contao erzeugt aus einem Originalbild beliebig viele Bildgrößen, etwa für Vorschaubilder, Inhaltselemente und die responsive Ausgabe auf dem Smartphone. Eine Bildunterschrift oder ein Hinweis im Text steht dagegen nur im HTML der Seite. Sobald jemand das Bild herunterlädt, in sozialen Netzwerken teilt oder in einen Newsletter kopiert, ist der Hinweis verschwunden, das Bild aber weiter im Umlauf.

Eine eingebrannte Kennzeichnung ist Teil der Pixel und geht jeden dieser Wege mit. Das Bundle setzt sie deshalb nicht einmal ins Original, sondern in jede einzelne Bildgröße, die Contao erzeugt, mit einer Schriftgröße, die zur jeweiligen Ausgabe passt.

So kennzeichnet das Bundle KI-Bilder in vier Schritten

Markieren in der Dateiverwaltung

Sie markieren eine einzelne Datei oder einen ganzen Ordner als KI-generiert. Eine Ordner-Markierung vererbt sich auf alle Dateien darin, bei verschachtelten Markierungen gewinnt der nächstliegende Eintrag. Für das Markieren gibt es ein eigenes Benutzerrecht, sodass Sie die Aufgabe gezielt an Redakteure vergeben können.

Einbrennen in jede Bildgröße

Beim Erzeugen jeder Bildgröße brennt das Bundle den Hinweis in die Pixel ein. Das Original bleibt unverändert, gekennzeichnet werden die Ausgaben, die Contao an Besucher ausliefert. Die Dateibearbeitung im Backend zeigt vorab beide Fassungen nebeneinander, ohne und mit Kennzeichnung. Die Thumbnails in der Dateiliste bleiben unmarkiert, dort soll die Datei zu sehen sein, nicht ihre Auslieferung.

Schriftgröße, Position und Kontrast automatisch

Die Schriftgröße richtet sich nach der ausgelieferten Bildgröße, nicht nach dem Original, mit konfigurierbaren Grenzen für Minimum und Maximum. Die Position ergibt sich aus dem in Contao gepflegten wichtigen Bildbereich oder wird fest auf eine der vier Ecken gelegt. Den Kontrast wählt das Bundle selbst, heller Text auf halbtransparent dunkler Fläche oder umgekehrt, in drei Stilen. Eine Lesbarkeitsübersicht zeigt vorab für jede angelegte Bildgröße, ob der Hinweis dort lesbar hineinpasst.

Wortlaut je Sprache der Website

Der Wortlaut folgt einer festen Reihenfolge: Text an der Datei, Text am Startpunkt der Website, Standard („KI-generiert" bzw. „AI-generated"). Weitere Sprachen ergänzen Sie über eine eigene Übersetzungsdatei. Eine Änderung des Wortlauts wirkt sofort, ein Leeren des Bild-Caches ist nicht nötig.

Nachweis:
wer wann was gekennzeichnet hat

Jede Kennzeichnung und jede Änderung schreibt das Bundle in ein eigenes Protokoll unter „System". Contaos Systemprotokoll räumt standardmäßig nach 7 Tagen auf, das Kennzeichnungs-Protokoll hat deshalb eine eigene Aufbewahrung von drei Jahren, die sich über die Oberfläche nicht versehentlich verkürzen lässt.

Für Prüfungen und interne Audits gibt es einen CSV-Export mit Stichtagsfunktion. Die Frage, welche Bilder am 12.09.2026 gekennzeichnet waren, beantwortet der Export mit einem Klick. Der Zugriff auf das Protokoll und den Export hängt nicht am Abonnement.

Kennzeichnungs-Protokoll des Contao AI Tag Bundles im Contao-Backend

Erkennung schlägt vor, die Redaktion entscheidet

Beim Hinzufügen neuer Dateien liest das Bundle die Herkunfts-Metadaten des Bildes. Ein Eintrag wie Iptc4xmpExt:DigitalSourceType im XMP-Standard ist eine echte Herkunftserklärung, die der C2PA-Standard und die großen Bildgeneratoren schreiben. Angaben wie das erzeugende Programm oder ein gespeicherter Prompt wertet das Bundle nur als Indiz. Die Erkennung greift auf jedem Weg in die Dateiverwaltung, beim Upload, per Drag and Drop, über contao:filesync und per FTP. Auf Contao 5.3 ist sie auf den Upload und das Öffnen im Backend beschränkt.

Gekennzeichnet wird trotzdem nichts automatisch. Das Bundle schlägt vor, die Entscheidung trifft die Redaktion. Der Grund liegt im Recht selbst: Ein täuschend echtes Bild einer realen Person ist offenzulegen, eine erkennbare Illustration in der Regel nicht, und diese Abwägung darf keine Software treffen. Das Bundle kennzeichnet deshalb nichts hinter Ihrem Rücken.

Barrierefreiheit: Hinweis auch im alternativen Text

Eingebrannte Pixel liest kein Screenreader vor. Das Bundle schreibt den Hinweis deshalb zusätzlich in den alternativen Text des Bildes. Bei Bildgrößen, die für eine lesbare Schrift zu klein sind, und bei SVG-Dateien trägt der alternative Text die Kennzeichnung allein. Nutzer von Screenreadern erhalten damit dieselbe Information wie sehende Besucher.

Wann ein KI-generiertes Bild gekennzeichnet werden muss

Artikel 50 der KI-Verordnung regelt die Transparenzpflichten für KI-Systeme und gilt seit dem 2. August 2026. Er unterscheidet zwei Ebenen. Anbieter von KI-Systemen müssen erzeugte Inhalte maschinenlesbar markieren, deshalb stehen in vielen KI-Bildern die Metadaten, die das Bundle bei der Erkennung liest. Wer KI-generierte Bilder auf der eigenen Website veröffentlicht, muss Darstellungen sichtbar offenlegen, die echten Personen, Orten oder Ereignissen täuschend ähnlich sind und fälschlich echt wirken. Für offensichtlich künstlerische, kreative oder satirische Inhalte sieht der Artikel Ausnahmen vor.

Ob ein konkretes Bild unter diese Pflicht fällt, ist eine rechtliche Einordnung, die bei Ihnen oder Ihrer Rechtsberatung liegt. Den Wortlaut finden Sie im Volltext von Artikel 50. Das Contao AI Tag Bundle übernimmt die technische Seite dieser Entscheidung, die Kennzeichnung selbst, ihren Nachweis und die Fassung im alternativen Text.

Grenzen der Kennzeichnung

Damit Sie wissen, was Sie kaufen, gehören auch die Grenzen auf diese Seite:

Direkte Aufrufe der Originaldatei, etwa über /files/..., ein Download-Element oder einen fremden Hotlink, liefern das unbearbeitete Original. Gekennzeichnet werden die Bildgrößen, die Contao erzeugt.

SVG-Dateien werden nicht eingebrannt, dort trägt der alternative Text die Kennzeichnung.

Zu kleine Bildgrößen bleiben ohne eingebrannten Hinweis, bevor eine unlesbare Kennzeichnung entsteht. Das Backend weist beim Markieren darauf hin.

Die Erkennung liest ausschließlich Metadaten. Ein Bild ohne Herkunfts-Metadaten ist damit nicht automatisch frei von KI, Screenshots und viele Export-Wege entfernen diese Angaben.

Die Kennzeichnung ist eine redaktionelle Angabe, kein Kopierschutz. Wer ein Bild gezielt beschneidet, kann den Hinweis entfernen.

Das Protokoll beginnt mit der Installation. Der Stichtags-Export zeigt keine Zeiträume davor.

Beim erstmaligen Erzeugen einer Bildgröße kostet das Einbrennen minimal mehr Rechenzeit.

Technische Voraussetzungen und Installation

Das Bundle läuft auf Contao 5.3 LTS bis 5.7 mit PHP 8.1 oder neuer. Benötigt werden die PHP-Erweiterung sodium, eine TrueType-Schrift auf dem Server und ein laufender Cron. Die Bildverarbeitung läuft vollständig auf Ihrem Server, ein Fehler in der Kennzeichnung bricht die Bildauslieferung nie ab.

Die Installation besteht aus zwei Befehlen:

composer require netzhirsch/contao-ai-tag-bundle
vendor/bin/contao-console contao:migrate

Danach markieren Sie das erste Bild in der Dateiverwaltung.

Preis: 9 € pro Contao-Installation und Monat

Das Contao AI Tag Bundle kostet 9 € zzgl. MwSt. pro Contao-Installation und Monat. Lizenzpflichtig ist allein das Einbrennen. Das Markieren, die Erkennung, das Protokoll, der CSV-Export und der alternative Text funktionieren dauerhaft ohne Lizenz, der Zugriff auf die eigenen Nachweise hängt also nicht am Abonnement.

Testphase und Abonnement starten Sie direkt im Contao-Backend. Bezahlt wird auf den gesicherten Seiten von Stripe, Karten- und SEPA-Daten laufen nie durch Contao. Die Lizenz ist an die Contao-Installation gebunden, lokale Entwicklungsumgebungen bleiben kostenfrei. Läuft die Lizenz ab, wirkt sie drei Tage weiter, danach liefert Contao die Bilder unverändert aus. Ihre Website bleibt in jedem Fall unangetastet.

30 Tage kostenlos testen

Das Contao AI Tag Bundle ist die zweite Contao-Erweiterung aus unserem Haus. Wer die Inhaltspflege gleich ganz an eine KI übergeben will, findet mit dem Contao MCP Bundle die passende Ergänzung, beide Erweiterungen laufen unabhängig voneinander.

Häufige Fragen zum Contao AI Tag Bundle

Muss man KI-generierte Bilder kennzeichnen?

Nicht jedes, aber bestimmte. Seit dem 2. August 2026 verlangt Artikel 50 der KI-Verordnung, dass KI-Darstellungen sichtbar offengelegt werden, die echten Personen, Orten oder Ereignissen täuschend ähnlich sind. Ob ein konkretes Bild darunter fällt, entscheiden Sie als Betreiber, im Zweifel mit Ihrer Rechtsberatung.

Müssen auch Illustrationen und offensichtliche Kunstwerke gekennzeichnet werden?

In der Regel nein. Für offensichtlich künstlerische, kreative, satirische oder fiktionale Inhalte sieht Artikel 50 Ausnahmen vor. Eine erkennbare Illustration täuscht niemanden über ihre Echtheit. Die Einordnung des Einzelfalls bleibt beim Betreiber.

Wie sieht eine korrekte KI-Kennzeichnung aus?

Die Verordnung schreibt keine bestimmte Form vor, der Hinweis muss für Betrachter klar erkennbar sein. Ein lesbarer Schriftzug wie „KI-generiert" am Bildrand erfüllt das, und genau so setzt es das Bundle um. Zusätzlich steht der Hinweis im alternativen Text, damit auch Screenreader ihn ausgeben.

Reicht ein Hinweis im Impressum oder in der Bildunterschrift?

Ein Hinweis, der vom Bild getrennt ist, verliert seine Wirkung, sobald das Bild die Seite verlässt. Heruntergeladene, geteilte oder in Newsletter kopierte Bilder nehmen weder Impressum noch Bildunterschrift mit. Die eingebrannte Kennzeichnung bleibt dagegen Teil des Bildes.

Was passiert mit Bildern, die schon auf der Website sind?

Sie markieren die vorhandene Datei oder gleich den Ordner in der Dateiverwaltung, anschließend liefert Contao die Bildgrößen gekennzeichnet aus. Ein manuelles Leeren des Bild-Caches ist nicht nötig.

Bleibt die Kennzeichnung erhalten, wenn jemand das Bild herunterlädt?

Ja. Der Hinweis ist in die Pixel eingebrannt und übersteht Herunterladen, Teilen und Weiterversenden. Wer ein Bild gezielt beschneidet, kann den Hinweis entfernen, die Kennzeichnung ist eine redaktionelle Angabe und kein Kopierschutz.

Wird das Original verändert?

Nein. Eingebrannt wird ausschließlich in die Bildgrößen, die Contao erzeugt. Das Original in der Dateiverwaltung bleibt unangetastet.

Was passiert, wenn ich nicht mehr zahle?

Ihre Website bleibt unangetastet. Nach einer Karenz von drei Tagen liefert Contao die Bilder unverändert aus, also ohne eingebrannten Hinweis. Ihre Markierungen, das Protokoll und der CSV-Export bleiben dauerhaft nutzbar.

Läuft das Bundle auf Contao 5.3?

Ja, unterstützt werden Contao 5.3 LTS bis 5.7. Auf Contao 5.3 ist die automatische Erkennung auf den Upload und das Öffnen im Backend beschränkt, alle übrigen Funktionen sind identisch.

Verlassen meine Bilder den Server?

Nein. Die gesamte Bildverarbeitung läuft auf Ihrem Server, eine externe Schnittstelle gibt es in der Auslieferung nicht. Nur die Bezahlung des Abonnements läuft über die gesicherten Seiten von Stripe, mit Ihren Bildern hat sie nichts zu tun.