WordPress oder Contao - Erfolgreich im Netz

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content is king

„Content is king“ ist eine oft zitierte Weisheit aus dem Online-Marketing. Es heißt so viel wie: Die Inhalte sind ausschlaggebend fĂŒr den Erfolg einer Internetseite. Unter diesem Gesichtspunkt möchte ich beleuchten, welches System am besten geeignet ist, um die Inhalte der eigenen Internetseite zu verwalten. Über 200 Content-Management-Systeme sind am Markt zu haben. Ich möchte WordPress mit Contao vergleichen. WordPress, weil es weltweit am öftesten installiert wurde. Contao, weil es im deutschsprachigen Raum so stark verbreitet ist.

Das kleine Fazit vorweg

  • Die Installation ist mit beiden Systemen unkompliziert.
  • Contao hat beim Funktionsumfang mehr zu bieten.
  • Mit Contao lassen sich individuelle Designs besser realisieren.
  • Die Bedienung von Wordpress ist sehr leicht und intuitiv.
  • Mit viel Traffic auf der Webseite kommt Contao besser zurecht.
  • Bei Content Management bietet Contao eine starke Struktur.
  • SEO ist mit WordPress und Contao gut umzusetzen.
  • Contao ist eine Bank, wenn es um Sicherheit geht.
Wordpress und Contao im Vergleich
Wordpress und Contao im Vergleich | © Michail Petrov, Fotolia

WordPress

Wordpress wurde 2003 veröffentlicht und wurde zunĂ€chst als reines Blog-System entwickelt. WordPress wirbt auf seiner Webseite damit, dass 32% des Internets auf Wordpress basiert. Das ist natĂŒrlich eine ganze Menge und entsprechend groß ist auch die Community, die sich mit dem Thema WordPress beschĂ€ftigt.

Contao

Contao wurde 2006 als vollwertiges CMS veröffentlicht. Bis 2010 hieß es noch TYPOlight, wurde dann aber in Contao umbenannt, weil sich light nach einer abgespeckten Version anhört. Über 20.000 professionelle Internetseite wurden bereits mit Contao erfolgreich umgesetzt.

1. Installation

WordPress wirbt mit seiner 5-Minuten-Installation. Dazu gibt es eine Schritt-fĂŒr-Schritt-Anleitung. Leider nur auf englisch, aber sehr detailliert.

  1. WordPress herunterladen und entpacken.
  2. Datenbank und Benutzer erstellen.
  3. Konfigurations-Datei anlegen.
  4. Dateien auf den Server laden.
  5. Installations-Routine ausfĂŒhren.

Ich hab es ausprobiert. Es geht wirklich schnell und einfach. Aber in 5 Minuten hab ich es wirklich nicht geschafft.

Seit Contao 4 gibt es den Contao Manager, mit dem man Schritt-fĂŒr-Schritt durch die Contao-Installation gefĂŒhrt wird. Auch hier kann man nicht viel falsch machen und ist in in einer Ă€hnlich kurzen Zeit fertig. Mit dem Contao Manager werden auch die Plugins und Erweiterungen installiert.

Die Installation ist mit beiden Systemen einfach und schnell.

Unentschieden.

2. Funktionsumfang

Damit WordPress nicht nur ein sehr gutes Blog-System ist, sondern ein vollwertiges CMS wird, mĂŒssen einige Funktionen mit Plugins hingefĂŒgt werden. FĂŒr Benutzerrollen, Content-Struktur und andere wichtige Dinge stehen Plugins bereit.

Contao kommt von Haus aus als vollwertiges CMS daher. Alle wichtigen Funktionen sind vorhanden. Benutzer, Benutzergruppen, Registrieren, Interner Bereich, Events, Nachrichten, Newsletter und viele andere Funktionen sind bereits vorinstalliert.

Contao hat mehr drauf.

Contao sehe ich hier leicht vorn. Es ist bereits so umfĂ€nglich in seinen Funktionen, dass man meist keine Erweiterungen benötigt. Wenn man dann doch mal einen speziellen Wunsch hat, kann man aus knapp 10.000 Plugins wĂ€hlen. WordPress hat erstmal nicht so viel drauf, kann aber bei ĂŒber 55.000 Plugins umfĂ€nglich erweitert werden. Leider ist nicht bei allen Plugins die QualitĂ€t, Sicherheit und KompatibilitĂ€t gewĂ€hrleistet.

3. Design

WordPress basiert auf Themes. Das sind vorgefertigte Designs, die man nachtrĂ€glich anpassen kann. Besonders individuell ist das nicht. Vor allem, wenn der Grad der Anpassung eingeschrĂ€nkt ist. Es gibt wirklich eine große Anzahl an kostenlosen und kommerziellen Themes. Und fĂŒr den Laien ist so schnell eine recht ansprechende Webseite erstellt. Aber wenn ich meine Webseite wirklich ernsthaft betreiben will, möchte ich doch nicht, dass es dieses Design so oder so Ă€hnlich woanders nochmal gibt.

FĂŒr Contao gibt es zwar auch Themes, aber deutlich weniger. Das liegt daran, dass Contao fĂŒr individuelles Design gedacht ist. Man muss hier zwar deutlich mehr Aufwand betreiben und Fachwissen mitbringen, aber dann hat man wirklich alle Freiheiten und bekommt ein Unikat im Netz.

Professionelles Webdesign lieber mit Contao.

FĂŒr professionelle Webseiten ist Contao hier ganz weit vorn. Man bekommt wirklich eine Webseite mit Wiedererkennungswert. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt. FĂŒr kleine Projekte im privaten Bereich macht WordPress aber durchaus Sinn, da man schneller und gĂŒnstiger Ergebnisse erzielt.

4. Bedienung

WordPress ist erstmal leicht und intuitiv zu bedienen, es benötigt kaum Einarbeitungszeit. Die Struktur ist nicht besonders komplex und man kann sehr viele Dinge auch ohne Fachkenntnisse in HTML, CSS, JavaScript oder PHP konfigurieren. Auch Plugins sind schnell installiert.

Mit Contao braucht man dann schon etwas lÀnger, um warm zu werden. Zwar ist die Usability mit Contao 4 deutlich besser geworden, aber die vielen Funktionen und Einstellungen verbergen sich teils hinter kleinen Icons, die nicht sofort verraten, was sich hinter ihnen verbirgt.

WordPress ist sehr leicht zu bedienen.

Der Punkt geht an WordPress. Man hat sich schnell eingefuchst und alles funktioniert intuitiv. Contao ist dann stark und ĂŒbersichtlicher als WordPress, wenn man viele Inhalte verwalten und strukturieren will.

5. Performance

Contao ist wirklich sehr leistungsfĂ€hig. Im Frontend und Backend greifen alle RĂ€dchen ineinander. Contao kommt auch großen Datenmengen (Text, Bild, Video) gut zurecht. Auch bei hohem Besucheraufkommen hĂ€lt Contao der Last Stand.

WordPress hat auch erstmal keine Geschwindigkeitsprobleme. Die Probleme gehen dann los, wenn man viele Plugins installiert oder ein Theme erwischt hat, dass nicht optimal programmiert wurde.

Wer viel Traffic auf seiner Webseite will, ist mit Contao besser dran.

Klarer Punkt fĂŒr Contao. WordPress schwĂ€chelt, wenn viele Plugins laufen, und unter höherem Besucheraufkommen. FĂŒr kleinere Seiten kann WordPress trotzdem passen.

6. Content Management

Wordpress kommt als ursprĂŒngliches Blog-System daher und kann mit solchen Inhalten super umgehen. Auch eine Inhaltsstruktur mit mehreren Ebenen ist kein Problem.

Contao setzt dem aber noch einen drauf. Eine Struktur innerhalb von Artikeln bietet besonders gute Übersicht und Bedienung. Auch lassen sich Artikel in verschiedenen Bereichen einer Seite platzieren. Content-Elemente können durch eine modaleres System mehrfach genutzt werden.

Die Struktur von Contao ist unerreicht.

NatĂŒrlich kommt es hier auch wieder darauf an, welche Inhalte ich auf meiner Internetseite habe, wie gut diese strukturiert sein mĂŒssen und umfĂ€nglich die Inhalte sind. Ich denke aber, dass man seine Inhalte mit Contao einfach ĂŒbersichtlicher managen kann.

7. SEO

WordPress wird mit vielen wichtigen Funktionen zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) ausgeliefert. Meta-Daten fĂŒr Webseiten und Medien gehören genauso zum Repertoire wie suchmaschinenfreundliche URLs und andere Basics. Dazu gibt es fĂŒr WordPress das YOAST-Plugin zur professionellen SEO.

Contao hat ebenfalls von Haus aus die wichtigsten SEO-Funktionen dabei. Auch einige technische Kniffe zur SEO lassen sich im Contao-Backend bewerkstelligen. Durch die vielen Freiheitsgrade im Contao-System können auch weiterfĂŒhrende Maßnahmen umgesetzt werden.

WordPress und Contao sind zur SEO gut gerĂŒstet.

Beide gut.

8. Sicherheit

Vor kurzem habe ich gelesen, WordPress kann gar keine SicherheitslĂŒcken haben, sonst wĂ€re es ja nicht das meistgenutzte System weltweit. Naja, Windows ist auch das meistgenutzte Betriebssystem

Aber mal im Ernst: WordPress an sich ist natĂŒrlich professionell programmiert und ist deshalb nicht anfĂ€lliger als andere Systeme. Aber auch hier machen wieder die (notwendigen) Plugins und Themes die Probleme. Da ist die QualitĂ€t nĂ€mlich nicht gesichert.
Die Beliebtheit von WordPress ist gewissermaßen auch ein Problem. Da es so weit verbreitet ist, ist es fĂŒr Angriffe attraktiver.

Das Contao-System muss zumeist nicht oder nur wenig erweitert werden. Der Kern des Systems ist gut programmiert und bietet keine AngriffsflÀche.

Contao ist sicherheitstechnisch eine Bank.

Kein System ist sicher. So viel steht fest. Aber wenn mir die Sicherheit meiner Webseite wichtig ist, setze ich auf Contao.

Bonus: Herkunft

WordPress kommt aus den Staaten. Contao kommt aus Deutschland. Quasi aus regionalem Anbau. Es ist doch schöner, auf ein regionales Produkt zu setzen. Ob die US-amerikanische Herkunft von WordPress beim Thema Datenschutz nochmal kritisch werden könnte, kann ich nicht sagen.

Fazit

Contao oder Wordpress? Erstmal absolute Zahlen. 8 Wertungen. 5x ist Contao vorn. 1x WordPress. 2x Unentschieden. So einfach möchte ich es mir aber nicht machen. Ich ziehe ein anderes Fazit. Es kommt auf das Projekt an. Kleine Projekte ohne Budget oder private Webseiten werden mit WordPress schnell und einfach zum Erfolg. Wenn aber jemand den professionellen Weg gehen möchte, weil es um sein Unternehmen geht, fĂŒhrt kein Weg an Contao vorbei.

Nachtrag

FĂŒr beide Systeme gibt es auch eCommerce-Lösungen als Erweiterung. Hier setze ich aber auf Shopware. Ich möchte fĂŒr jeden Zweck den Spezialisten.

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