Der One-Pager

Der One-Pager. Segen oder Fluch?

Eine One-Page-Webseite (One-Pager) ist eine Webseite, die nur aus einer einzigen Webseite besteht. Alle Inhalte sind durch Scrollen auf der Webseite zu erreichen. Praktisch jedes Content-Management-System eignet sich dazu, einen One-Pager zu erstellen. Wir empfehlen natürlich Contao.

One-Page-Webdesign
One-Page-Webdesign | © jakkapan, Fotolia

Seit 2015 hat sich dieser Webdesign-Typ im WWW etabliert. Wir zeigen die Vor- und Nachteile.

Vorteile auf die Schnelle

  • eignet sich perfekt zum Storytelling (unten mehr dazu)
  • ermöglicht eine genaue Benutzerführung
  • erzwingt eine einfache Struktur, die die wesentlichen Punkte deutlich und präzise kommuniziert

Ein One-Pager hat naturgemäß eine lineare Struktur. Man kann nach unten scrollen und nach oben. Man kann aber nicht auf eine andere Seite wechseln. Deshalb eignet sich der One-Pager perfekt, um eine Geschichte zu erzählen. Der Benutzer ist gezwungen, einem linearen Erzählstrang zu folgen. Sie können also genau steuern, in welcher Reihenfolge der Webseiten-Besucher die Informationen konsumiert.

Wenn Sie sich für einen One-Pager entscheiden, sollten Sie sich genau überlegen, welches die wichtigsten Informationen für Ihre Besucher sind. Präsentieren Sie diese einfach und präzise in Text und Bild. Achten Sie dabei auch auf eine logische Reihenfolge. Das Kontaktformular oder Ihre Telefonnummer sollten dort platziert sein, wo beim Besucher das größte Interesse ausgelöst wurde.

Nachteile auf einen Blick

  • unübersichtlich, sobald viele Informationen, Dienstleistungen oder Produkte dargestellt werden müssen
  • die Ladezeit kann schnell sehr groß werden
  • Suchmaschinenoptmierung nur bedingt möglich (aber nicht unmöglich)

Wenn Sie viele verschiedene Produkte oder Dienstleistungen haben oder solche, die besonders erklärungsbedürftig sind, bietet ein One-Pager nicht die nötigen Strukturebenen. Der Benutzer wird überfrachtet.

Wenn alle Informationen, Bilder, Medien und anderes auf einer Seite darstellt werden, kommt schnell eine große Datenmenge zusammen. Das kann die Ladezeit negativ beeinflussen. Einige Besucher springen ab, ehe die Webseite komplett geladen ist. Ein Mittel dagegen ist die Lazy-Loading-Methode. Dabei werden Bilder und andere Medien erst geladen, wenn Sie sichtbar werden. Die Ladezeit wird dadurch optimiert, die Suchmaschinenoptimierung aber erschwert.

One-Pager und Suchmaschinenoptimierung

Wenn Sie ein Nischenthema mit Ihrem One-Pager behandeln, ist die Chance groß, dass es mit der Suchmaschinenoptimierung klappt. Auch wenn Sie nur 1-2 Keywords haben, auf die Sie optimieren wollen, ist das mit einem One-Pager möglich. Achten Sie darauf, dass die Inhalte semantisch korrekt in der HTML-Struktur umgesetzt werden. Wenn Sie auf Lazy Loading zurückgreifen, was wir sehr empfehlen, müssen ebenfalls einige Dinge beachtet werden, damit der Google-Bot Ihre Inhalte korrekt interpretiert.

Tipps für den Einsatz von One-Pagern

  • Stellen Sie die Informationen in einer klaren Struktur dar.
  • Beschränken Sie sich dabei auf das Wichtigste.
  • Halten Sie eine lineare Erzählweise mit logischer Reihenfolge ein.
  • Setzen Sie auf Lazy-Loading, aber beachten Sie dabei die SEO-Aspekte.
  • Haben Sie viele und vielschichtige Informationen und Produkte, verzichten Sie auf einen One-Pager.

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